- Nasdaq zertifiziert das Listing des Spot-XRP-ETF von Canary Funds, XRPC wird morgen zur Markteröffnung handelbar.
- CEO Steven McClurg betont in einem Statement die Rolle bestimmter SEC-Vertreter und die pro-Markt-Haltung der Behörde.
Canary Funds hat am späten Dienstag die Wirksamkeit seines Spot-XRP-ETF bekanntgegeben. Um 5:30 PM ET sei der Fonds nach Nasdaq-Zertifizierung offiziell „effective“, womit die letzte operative Hürde vor dem Handelsstart genommen ist.
Der Ticker des Produkts lautet XRPC, die Erstnotiz ist für morgen zur US-Markteröffnung angekündigt. Die Zertifizierung durch die Börse bestätigt, dass die technischen und regelbasierten Voraussetzungen für Listing, Abwicklung und fortlaufende Quotierung erfüllt sind.
Mit der Wirksamkeit werden die Primärmarktprozesse aktiviert: Autorisierte Teilnehmer können Anteile schöpfen und zurückgeben, Market-Maker stellen durchgängige Spreads, und die Verwahrstelle bindet die zugrunde liegenden XRP-Bestände in die tägliche NAV-Ermittlung ein.
Für professionelle Anleger bleiben in der Anfangsphase die Geld-Brief-Spannen, die Abweichung zwischen Börsenpreis und Nettoinventarwert sowie die Stabilität der Sekundärmarktliquidität zentrale Beobachtungspunkte. Operativ sind klare Offenlegungen zu Preisreferenzen, Verwahrung, Versicherungsdeckung und Ausnahmeregeln bei ungewöhnlichen Marktbedingungen maßgeblich.
Wort des Emittenten und offene Detailfragen
Canary-CEO Steven McClurg äußerte sich im Vorfeld des Handelsstarts mit einem klaren Dank an einzelne SEC-Vertreter. Sein Statement:
„Wir freuen uns sehr, den ersten Spot-XRP-ETF mit nur einem Token nun effektiv auf den Markt zu bringen. Dies wäre ohne die Führung von Chairman Atkins, Commissioner Pierce und all den anderen engagierten Mitarbeitern der SEC, die sich für freie Märkte einsetzen, nicht möglich gewesen!“
Für die Einordnung durch Portfoliomanager rücken nun die Produktarchitektur und das tägliche Betriebsregime in den Mittelpunkt. Entscheidend ist, wie der Referenzpreis konstruiert ist, typischerweise über einen indexbasierten Ansatz mit gewichteten Spot-Handelsplätzen.
Ebenso relevant sind die Mindestlosgrößen für Creation Units, die Rolle autorisierter Teilnehmer, Cut-off-Zeiten und die Prozesse für außerordentliche Ereignisse wie Handelsaussetzungen oder Störungen auf Einzelbörsen. Die Qualität der Primärmarkt-Schöpfungen wirkt direkt auf die Tracking-Differenz und die Effizienz des ETFs.
Institutionelle Investoren werden zudem auf Verwahr- und Governance-Standards achten. Dazu zählen Multi-Sig-Schemata, HSM-gestützte Schlüsselverwaltung, Versicherungen gegen operative Risiken sowie die Transparenz über etwaige Wertpapierleihen oder Cash-Management-Praktiken im Fondsvehikel.
Für Retail-Anleger sind Gebührenstruktur, potenzielle Tracking-Abweichungen und steuerliche Behandlung ausschlaggebend. Mit dem Handelsbeginn verschiebt sich der Fokus von der Zulassung auf die Ausführungsqualität im Tagesgeschäft und die Beständigkeit der Liquiditätsbereitstellung durch Market-Maker.
Da XRPC als Single-Token-Spot-ETF konzipiert ist, hängt seine Abbildungsgenauigkeit eng an der Funktionsfähigkeit des Primärmarktes und der Integrität der Preisreferenzen. Die kommenden Handelstage liefern erste Hinweise darauf, wie eng der Börsenpreis am NAV bleibt und wie verlässlich die Schöpfungs- und Rücknahmeprozesse greifen.
Für alle Marktteilnehmer gilt, die offiziellen Veröffentlichungen zu Methodik, Kosten und Risikohinweisen zu prüfen und die Produktparameter mit internen Richtlinien zu harmonisieren.
