In der Welt der Kryptowährungen steigen die Spannungen zwischen den USA und China weiter an, vor allem in Licht der aktuellen Vorwürfe Chinas, die sich um den Diebstahl von über 127.000 Bitcoin drehen. Diese Anschuldigungen, die eine Summe von weit über 13 Milliarden Dollar betreffen, entfachen nicht nur rechtliche Streitigkeiten, sondern werfen auch ein Schlaglicht auf die geopolitischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen.
Chinas Sichtweise auf den Vorfall
Das Peking ansässige National Computer Virus Emergency Response Center (CVERC) hat den Vorfall als eine staatliche Operation qualifiziert, die angeblich von US-Geheimdiensten initiiert wurde. Die Behörde stellt klar, dass es sich hierbei nicht um einen externen Hackerangriff gehandelt hat. Diese Einschätzung ist entscheidend, da sie die Spannungen im technologischen Wettlauf zwischen den beiden Ländern weiter anheizt.
Wertsteigerung der Kryptowährung
Die beschlagnahmten Bitcoin haben mittlerweile einen Wert von etwa 13,3 Milliarden Dollar erreicht. Wenn man das Allzeithoch von Bitcoin betrachtet, das am 6. Oktober 2025 mit über 126.000 Dollar pro Coin verzeichnet wurde, wären die Coins sogar über 16 Milliarden Dollar wert gewesen. Diese Entwicklung verdeutlicht, welche wirtschaftliche Bedeutung Kryptowährungen mittlerweile haben und wie stark sie auf geopolitische Konflikte reagieren können.
Die technische Analyse des LuBian-Hacks
Der LuBian-Hack, der im Dezember 2020 stattfand, ist von großer technischer Relevanz. Die Hacker suchten sich eine- Schwachstelle aus, die durch eine mangelhafte Generierung von privaten Schlüsseln entstanden war. Blockchain-Analysen belegen, dass die entwendeten Bitcoins fast vier Jahre lang inaktiv blieben, bevor sie 2024 in neue Wallets transferiert wurden, die später der US-Regierung zugeordnet wurden. Diese Erkenntnisse werden von Peking als weiterer Beweis für eine konzertierte Aktion gegen China gewertet.
Die geopolitischen Folgen
Im Zuge von Chinas Vorwürfen sieht man bei Analysten das Potenzial für eine Eskalation des Konflikts von einer bloßen rechtlichen Angelegenheit zu einem umfassenden geopolitischen Streitpunkt. Das US-Justizministerium bezeichnete die Beschlagnahme als Teil einer „standardmäßigen rechtlichen Verfahren“, was China als „staatlichen Cyber-Diebstahl“ ansieht. Diese differierenden Perspektiven unterstreichen die Komplexität der aktuellen Situation und die weitreichenden Folgen für beide Länder.
Kryptowährungsregulierung und Mining-Trends
Ein weiterer Aspekt, der zur Komplexität des Konflikts beiträgt, ist die unterschiedliche Handhabung von Kryptowährungen in den USA und China. Während in China Krypto-Mining aus Umweltgründen verboten ist und das Besitzen, jedoch nicht das Handeln von Krypto-Assets erlaubt ist, gelten die USA unter Donald Trump als das führende Krypto-Land. Die Dominanz von Foundry USA als größter Bitcoin-Mining-Pool mit einem Marktanteil von fast 28% verdeutlicht, wie stark die USA in diesem Bereich sind.
Insgesamt zeigen die Vorwürfe Chinas gegen die USA nicht nur mögliche rechtliche Implikationen, sondern auch tiefere, geopolitische Spannungen, die möglicherweise die internationale Stellung beider Länder beeinflussen könnten.